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Minimalismus: Wie fange ich an?

Am einfachsten fängst Du mit der Entrümpelung Deiner Sachen an.

Es hat sich viel zu viel Kram angesammelt und Du möchtest etwas dagegen tun? Super!

Was kann weg und was darf bleiben?

Inspiriert durch Bea Johnson („Zero waste home“) nutze ich bei der Bewertung eines Gegenstandes drei Fragen:

  • Hat der Gegenstand einen echten Nutzen für mich?
  • Brauche ich ihn wirklich? So wirklich wirklich?
  • Macht mir der Besitz des Gegenstandes heute noch Freude?

Lautet die Antwort „Ja“, darf der Gegenstand bleiben.

Wenn alle drei Fragen mit „Nein“ beantwortet werden, dient der Gegenstand mir nicht und muss gehen.

Solltest Du Sachen haben, bei denen Du Dich absolut nicht entscheiden kannst, lege sie in einen Karton, schreibe das Datum darauf und schau in einem halben Jahr wieder rein. Hast Du den Gegenstand gebraucht oder vermisst? Nein? Dann kann er wohl weg…

Mit welchen Sachen soll ich anfangen?

Fang ruhig mit den einfachen Sachen an. Manche Gegenstände lassen sich tatsächlich leichter abgeben als andere. Da wären unter anderem:

  • Schrott: Gegenstände, die absolut nicht mehr repariert werden können. Und deren Zubehör.
  • Unbenutztes: Produkte, die noch eingeschweißt sind, weil sie nie gebraucht wurden.
  • Mehrfaches: Dinge, die doppelt, dreifach oder noch häufiger vorhanden sind.
  • Abgehaktes: Filme, Bücher, CDs von denen Du weißt, dass Du sie sowieso nie wieder anschaust, liest, hörst.
  • Unangezogenes: Kleidung, die nicht richtig passt oder in der Du Dich nicht mehr wohl fühlst
  • Gestrandetes: Sachen, an denen Du nicht wirklich hängst und die Du nicht benutzt, die aber trotzdem irgendwie in Deiner Wohnung geblieben sind.

Das klingt gut, aber ich möchte lieber eine Hauruck-Aktion starten und „tabula rasa“ machen.

Lieber radikal? Minimalisiere nach Kategorie.

Such Dir eine Kategorie von Dingen, die Du gern entrümpeln möchtest. Zum Beispiel Bücher, Kleidung, CDs, DVDs, Action-Figuren, Fotos…

Nehmen wir zum Beispiel mal die Bücher.

Räume nicht „ein Bücherregal“ auf, sondern hole alle Bücher aus allen Ecken Deiner Wohnung. Sind vielleicht noch welche im Keller? Auf dem Dachboden? In der Garage? Im Auto?

Bringe alle Bücher an einen Ort. Hättest Du gedacht, dass Du so viele Bücher hast?

Schau Dir jedes Buch einzeln an und frage Dich, ob es jetzt weg kann.

Schaffe Dir nach dem Aussortieren möglichst einen Ort für die verbliebenen Lieblingsbücher. So behältst Du den Überblick und kannst die Ordnung langfristig behalten.

Der Kategorien-Tipp stammt aus Marie Kondos Buch: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert.

Die Konmari-Methode der japanischen Autorin ist so erfolgreich, dass sich im amerikanischen Englisch mittlerweile der Begriff „to kondo“ für radikales Ausmisten etabliert hat.

Behalte das Schöne und das Nützliche

Lass den überflüssigen Krempel gehen. Vielleicht kann jemand anderes es gebrauchen und freut sich darüber oder er kauft es Dir ab.

Genieße den neu gewonnenen Platz, die Freude des neuen Besitzers und dass Du die überflüssig gewordenen Dinge nicht mehr abstauben oder ständig wegräumen musst.

Es ist ein schönes Gefühl immer mehr von Dingen umgeben zu sein, die Du von Herzen magst und die in Deinem Leben tatsächlich von Nutzen sind.

 

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